Dass ich einmal Fotograf werde, war nicht von Anfang an der klassische Plan. Ursprünglich habe ich eine Lehre zum Elektroinstallateur gemacht. Mein Vater meinte damals, ich solle etwas „Gscheites" lernen. Also wurde es erst einmal etwas mit Strom, Kabeln und Sicherungen – obwohl mein eigener Funke eigentlich schon längst für Bilder, Farben und Bildbearbeitung brannte.
Schon mit 16 Jahren begann ich, Bilder am Computer zu bearbeiten. Mich faszinierte, wie man mit Licht, Farben, Kontrasten und kleinen Details aus einem Bild etwas Besonderes machen kann. Irgendwann merkte ich allerdings: Wer Bilder bearbeiten möchte, braucht auch Bilder. Also nahm ich selbst die Kamera in die Hand. Und genau da hat es mich erwischt.
Nach meiner ersten Ausbildung arbeitete ich über zehn Jahre im Verkauf und Außendienst. Diese Zeit hat mich stark geprägt. Ich habe gelernt, mit Menschen umzugehen, zuzuhören, Vertrauen aufzubauen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Menschen wirklich brauchen. Rückblickend ist genau das heute ein großer Teil meiner Arbeit als Fotograf.
Die Fotografie und Bildbearbeitung haben mich all die Jahre nie losgelassen. Sie waren immer da. Als Hobby, als Leidenschaft und als dieser kleine Gedanke im Hinterkopf: „Was wäre, wenn ich das wirklich beruflich mache?"
Mit 30 nochmal von vorne.
Ich begann noch einmal von vorne, machte eine Lehre zum Fotografen, absolvierte anschließend die Meisterprüfung und machte mich 2014 selbstständig. Seitdem lebe ich meinen Traum – und ich habe diese Entscheidung bis heute keinen einzigen Tag bereut.
